“Wunder geschehen, ich hab’s gesehen!!!”

Wundergeschichte von der lieben Emma-Louise ♥

 

Ich habe die liebe Juliane in einer Mutter Kind Kur kennengelernt und folge ihr seitdem auf Instagram und bin wirklich begeistert von ihrer “Wunderreise”!


Nun zu mir, ich komme aus der wunderschönen Stadt Bielefeld, auch genannt Liebefeld, bin 38 Jahre alt und Medizinische Fachangestellte in einer orthopädischen/unfallchirurgischen Praxis.

Ich erzähle meine Geschichte, über die ich knapp 5 Jahre nicht sprechen konnte, weil es mich sonst wieder zum Zusammenbruch gebracht hätte. Für viele ist es auch ein Tabuthema, aber nachdem ich darüber sprechen konnte, ging es mir besser.

Im Jahr 2015 fing alles an, ich wurde schwanger, für mich zunächst ein kleiner Schock, denn ich wollte nie Kinder, habe mich trotz allem riesig gefreut. Die Monate vergingen wie im Flug. Ich hatte keine Komplikationen während der Schwangerschaft, es war einfach alles super und wunderschön. 10 Tage über dem Entbindungstermin wurde ich dann von meiner Frauenärztin in ein Krankenhaus eingewiesen zur Einleitung der Geburt. Bis dato alles top. Am 27.01.2016 gegen 19 Uhr fühlte ich mich nicht mehr in der Lage den Kreißsaal zu verlassen und da fing der Albtraum erst an. Schmerzmittel ohne Ende, jede Frau die eine Einleitung bekommen hat weiß, dass diese Wehen schmerzhafter sind. PDA bekommen, die mir nichts gebracht hat und noch mehr Medikamente, die mich wie betrunken fühlen ließen. Mein Mann rechts, der meine Hand hielt, meine Mutter links, die das CTG bzw. den Gurt auf meinem Bauch nicht los lassen durfte, da es keine Herztöne mehr gab. Die Hebamme vor mir, der Arzt neben ihr…..! Ich hörte immer nur, sie ist stecken geblieben wie kriegen sie so nicht raus. Saugglocke musste her, die dann auch noch zwei mal abrutschte. Ok, dritter Versuch, Hebamme zog an der Glocke und der Arzt schmiss sich auf meinen Bauch und drückte ihn so doll er konnte, das waren die schlimmsten Schmerzen, die ich je in meinem Leben hatte. Naja auch das klappte nicht ganz so schnell. Ich habe diese Stunden mitbekommen, fühlte mich aber wie in einer Blase gefangen und um mich herum passierte alles in Zeitlupe. Es war grauenvoll.
Um 2:04h kam meine Tochter dann endlich zu Welt mit ganzen 3830 g. Nachdem man ihr Sauerstoff gab, legte man sie mir in den Arm. Und dann kam das was keine Frau hören möchte, ich muss sie jetzt nähen.


Nachdem alles vorbei war und ich ein paar Stunden geschlafen hatte, versuchte ich meine Maus zu stillen und auch das klappte nicht. Ich weiß man brauch viel Geduld, jedoch sagte mir die Schwester ich soll aufrecht sitzen, was ich aber wiederum ja nicht durfte bzw nicht konnte, wegen meiner Verletzung.

Der Albtraum ging weiter.
Ich schaute meine Tochter an und empfand irgendwie nicht viel, ich meine ich freute mich tierisch das sie da war, aber ich hatte mir die Freude anders oder größer vorgestellt, dachte mir aber, ok du hast gerade einiges hinter dir, das kommt noch.

Nachdem ich einige Tage zu Hause war, musste ich ich zurück ins Krankenhaus, die Fäden hatten sich nicht aufgelöst und die Naht war komplett aufgegangen. Da die Behandlung sehr schlecht für meine Gynäkologin war, hat sie mich in ein anderes Krankenhaus überwiesen. Dort nahm man mir diese Fäden raus und ließ es offen.

Ich merkte sehr schnell, das irgendwas nicht mit mir stimmt. Ich war nur traurig und schlecht gelaunt und ich wollte und konnte nicht alleine sein, nicht eine einzige Minute. Mein Mann hat alles, wirklich alles gemacht damit es mir an nichts fehlt und auch das konnte meine Stimmung nicht heben. Meine Mutter war zwischenzeitlich bei meiner Gynäkologin, um mit ihr über mein “Verhalten” zu sprechen und somit musste ich mich bei einem Psychologen vorstellen. Ja und wie es der Teufel will, hatte ich die so genannten Wochenbett Depressionen. Ich hatte keine bösen Gedanken, die diese ja auch auslösen können, aber ich konnte mich nicht über meine Tochter freuen, ich war komplett emotionslos und das hat mir wahnsinnige Angst gemacht.
Nach 3 Wochen musste ich erneut operiert werden, da alles nicht korrekt zugewachsen war. Und auch das habe ich ohne zu Murren hinter mich gebracht. Ich musste kämpfen um nicht weiter in die Depression zu rutschen und ich habe es geschafft, ohne Therapie, aber mit der Hilfe meiner Familie. Langsam ging es Berg auf.

Das ich diese 4 Monate gepackt habe ist für mich mein kleines großes Wunder so wie meine Tochter die trotz aller Strapazen ein gesundes wunderschönes 5 jähriges Mädchen ist.

Mittlerweile sehe ich das Leben mit ganz anderen Augen unter anderem auch, weil mir ein, zwei liebe Menschen Mut zugesprochen haben und mir gezeigt haben, dass ich alles kann, wenn ich es möchte.
Ich finde, das alles irgendwie für jeden ein kleines Wunder sein kann, wenn man nur daran glaubt.

Wie sang Nena doch gleich , Wunder geschehen ich hab’s gesehen!!

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